still.changing / resilience

[DeKaDenZ] 
2016


Deventers, Kämmerers, Decks neue Zusammenarbeit – Frankfurt/Main 

still.changing/resilience beschäftigt sich mit dem Zustand des rasenden Stillstandes in einer Gesellschaft, die ständig in Bewegung ist, in der sich aber nichts grundlegend ändert. Im Gegenteil: Mobilität, Geschwindigkeit und Wachstum als kontinuierliche Bewegung ohne Ende und Ziel sind Parameter eines ökonomischen Modells, das von unserer Gesellschaft nicht hinterfragt wird. In diesem Zusammenhang ist in den letzten Jahren ein Begriff aufgetaucht, der für diese Situation charakteristisch ist.

Resilienz bedeutet, sich robust gegen widrige Bedingungen zu behaupten statt an ihrer Veränderung zu arbeiten. still.changing/resilience nimmt dieses Thema zum Anlass und erforscht den Zusammenhang zwischen Tanz und Resilienz. Das Projekt ist dabei keine fertige, durchkomponierte Produktion, sondern eine Studie, ein Experiment, unabgeschlossen und in ständiger Entwicklung. Es fragt daher: Wie resilient kann ein Körper sein, wenn das Projekt im ständigen work-in-progress fluide ist und sich der Körper der Tänzerin ständig neuen Situationen anpassen muss. 

 two4two

  2015

Was ist zu hören, was nicht zu sehen ist? Was ist zu sehen, was nicht gesagt wird? 
Das Social Network macht es möglich: ohne Sensibilität für den Wert persönlicher Daten werden intime Fotos und Videos unmittelbar für jeden sichtbar gemacht. Die Privatsphäre wird weitestgehend aufgegeben. Der Drang, sich in der Netzöffentlichkeit ständig darstellen zu müssen, macht vor Liebesbeziehungen keinen Halt. Nichts bleibt mehr verborgen, der voyeuristische Blick ist allgegenwärtig. co.lab.tanztheater stellt die Frage, was passiert, wenn genau diese Erwartungshaltung und Gewohnheit, alles jederzeit unmittelbar sehen zu können, nicht bedient wird.
Was der Zuschauer hört, kann er nicht sehen.
Was er sieht, bleibt non-verbal.
Und dort, wo es keine Worte mehr gibt, sprechen die Körper.
In enger Verschränkung von Tanz, Musik und Schau- bzw. Hörspiel, Licht und Dunkelheit irritiert das Ensemble die gewohnten Wahrnehmungsmuster.

*still.changing*

 
2014

 

Licht in seiner Veränderung. Grenzräume durchdringen. Taanz situativ erfahren. Spuren verschwinden auf der Haut. Töne vergehen mit dem Entstehen.
Die Performance operiert mit dem per se Unhaltbaren und Vergänglichen. *still.changing* thematisiert raum- und ortsbezogen das Spannungsfeld zwischen Gallus und Europaviertel. Die Besucher gehen mit der Präsenz der Tänzerin
und dem Ton in der Rauminsatllation auf ereignishafte Reise.

von & mit

Konzept, Performance: Vivien van Deventer 
Konzept, Sound-Performance: Katja Kämmerer
Performanceroadie: Oliver Tepper Lichtkonzept/-technik: Johannes Schmidt

Ort: ehem. Supermarkt, Gallus
In Kooperation mit dem Projekt „Kulturbrücke“ Kinder im Zentrum Gallus e.V. -
Mehrgenerationenhaus Idsteiner Straße 91, Frankfurt am Main

Research Notte

Research Notte - Konstruktionen um eine Fotografie
2010


Ein Fundstück ist der Ausgangspunkt der neuen Performance der Profi Kollektion, die Fotografie einer Frau im Sprung von 1928: ein irritierendes Motiv, das durch einen präzise ausgerichteten Körper geformt wird, die Verkörperung von Konzentration, Selbstbeherrschung, Anstrengung und Wille.

Die Profi Kollektion bewegt sich durch das Recherchematerial zu Helma Notte: eine Karriere im Sport mit abruptem Ende, große Ereignisse, neue Anfänge, Modebranche und S.O.S., das Material enthält Passagen, Fragmente, große wie kleine Nebenschauplätze zwischen Düsseldorf-Grafenberg und Bolivien.

Fotos, Erinnerungen, Dokumente, aber auch Randständiges aus der Recherchezeit werden von Vivien van Deventer und Katja Kämmerer in der Performance mit Audios, Tanz und Text zu einer biographischen Konstruktion um eine Fotografie verwoben.

control.remote

2009

"Du, dein Körper und die Maschine: Eine binäre ménage à trois, ein Amalgam aus Tech-Prothesen und Projektionen in den Cyberraum. Wer programmiert wen – und gibt’s ein drittes Rad am Wagen.

Zwei Performerinnen im Technologie-Geflecht. Zwei Performerinnen versuchen das Kabelgestrüpp ihrer technologischen Verschaltungen und Schnittstellen zu entwirren. Microsl@aves oder ©yborgbodies, das ist hier die Frage - Wohin wird die Reise gehen, wenn alles und jeder schon drin ist, im digitalen und kapitalen Netz. Ein Abend zwischen Automaten, Schwitzflecken, kybernetischen Sounds und angewandter Informationstheorie - im Wettstreit von Zufall und Programmierung."

Jan Deck und Katja Kämmerer entwickelten das Projekt zusammen mit den Performerinnen Vivien van Deventer, Isabelle Drexler und dem Theaterwissenschaftler Steffen Popp, der Musiker und Komponist Falk Hübner lieferte das Soundprogramm.

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